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Die Apple Watch Series 3 hat endlich eine Mobilfunkverbindung und funktioniert damit auch ohne ein iPhone. Ob man die braucht und was die Uhr sonst noch kann, zeigt unser Test.

Apple Watch Series 3 LTE Test: Lohnt sich die Funkuhr?

Unser Testurteil für die Apple Watch Series 3:

Mit der Mobilfunkverbindung wird die Uhr erwachsen und eigenständig. Die Vorgängerversionen brauchten zwingend eine Verbindung zum Smartphone oder WLAN. Mit der Series 3 kann man jetzt auch ohne iPhone telefonieren, Nachrichten empfangen und sich navigieren lassen.

Vor allem für Sportler ist die LTE-Funktion sinnvoll, denn beim Laufen kann das iPhone nun zuhause bleiben. Doch auch im Alltag ist es hilfreich immer erreichbar zu sein, Musik zu hören und Siri zu benutzen, egal ob das Smartphone dabei ist oder nicht. Das Betriebssystem Watch OS 4 arbeitet schnell und flüssig und der Akku hält bei normaler Benutzung (1 Stunde Musik hören, Benachrichtigungen empfangen und Bewegung erfassen) knapp zwei Tage. Diese Apple Watch hätte wir uns schon als 1. Generation gewünscht.

Die wichtigste Frage zur Apple Watch Series 3: Braucht man LTE?
Wer keinen Telekom-Vertrag hat, braucht sich darüber gar nicht erst den Kopf zerbrechen, denn ohne geht es nicht. Nur die Telekom bietet aktuell die eSim für die Apple Watch an. Wer Telekom-Kunde ist, gern viel Sport macht und dabei erreichbar sein möchte, greift zur LTE-Version. Der Hardware-Aufpreis von 80 Euro ist es wert und in Anbetracht weiterer Funktionen, die in Zukunft auf eine LTE-Verbindung setzen könnten, eine gute Investition.

Allerdings bekommt noch die Telekom zusätzlich 5 Euro pro Monat für die Nutzung der eSim. Die LTE-Version bietet noch weitere Vorteile gegenüber dem GPS-Modell: Der interne Speicher ist mit 16 statt 8 GB doppelt so groß, somit hat man mehr Platz für Musik und Apps. Und auch die Materialien unterscheiden sich: Die Sensorplatte an der Unterseite der Uhr ist beim LTE-Modell aus kratzfestem Keramik, bei der GPS-Version aus Kompositmaterial.

Apple Watch Series 3 LTE im Test: Bewertung

  • Display: 5 von 5
  • Ergonomie und Bedienung: 5 von 5
  • Design und Verarbeitung: 5 von 5
  • Software und Ausstattung: 5 von 5
  • Akku: 2 von 5

Gesamt: 88 Prozent

Apple Watch Series 3 LTE im Test: Das hat uns gefallen

  • Display: Laut Apple das hellste Display, das das Unternehmen je in einem Gerät verbaut hat. Laut eigener Erfahrung immer gut ablesbar – so muss ein Display sein, klasse.
  • Verarbeitung: Unsere 42mm-Aluminiumversion ist hochwertig verarbeitet und sieht edel aus. Der rote Punkt an der Digital Crown fällt sofort ins Auge.
  • Messwerte: Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme, Distanz, Pace, Erholung, Achtsamkeit und Höhenmeter: Mit WatchOS 4 und den Sensoren der Uhr werden alle wichtigen Messwerte während eines Trainings und auch über den Tag verteilt gemessen.
  • Tragekomfort: An unserer Apple Watch hängt ein Sport Loop Armband, und wenn es etwas schicker sein soll, ein Lederarmband. Beide sind sehr bequem, vor allem das Sport Loop ist weich und passt sich perfekt an die Haut an. Das Lederarmband ist etwas fester, aber nicht unbequem.
  • Musikstreaming: Mit der LTE-Version und einem Apple Music Abo hat man 40 Millionen Songs an seinem Handgelenk. Am einfachsten funktioniert die Suche dabei über Siri: Nach Interpreten oder Titel fragen und der Song wird gestartet.
  • Empfangsqualität: Beim Release der Series 3 bemängelten vor allem US-Medien eine schlechte Verbindungsqualität zum Mobilfunknetz. Mit unserer Apple Watch konnten wir diese Probleme nicht nachstellen. In Berlin kam es nie zu Verbindungsstörungen oder gar Abbrüchen eines Telefonats.

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Das fanden wir nicht so gut

  • Akkulaufzeit: Lange, ausdauernde Telefonate sollte man mit der Apple Watch nicht führen. Bereits nach einer Stunde ist über die LTE-Verbindung Schluss und der Akku leer. Telefoniert man allerdings mit der Uhr über das verbundene iPhone oder über WLAN, hält der Akku länger.
  • Beim Telefonieren unterstützt die Uhr nur die Funkstandards LTE und UMTS, aber kein Edge. Wenn die Jogging-Runde also mal durch einen Wald mit schlechtem Empfang geht, sollte man sich nicht darauf verlassen, immer und überall erreichbar zu sein.
  • Man kann während eines Telefongesprächs nichts anderes machen, wie beispielsweise in den Kalender oder eine andere App wechseln, um ein Detail nachzuschauen.
  • Die Apple Watch unterstützt kein Roaming, somit funktioniert die LTE-Verbindung nicht im Ausland.

Apple Watch Series 3 LTE: Gut zu wissen

  • Musik hören geht zwar mit jedem Bluetooth-Kopfhörer, aber die sind fast schon ein Muss für alle Apple Watch Besitzer, denn so schnell und komfortabel verbindet sich kein anderer Kopfhörer mit der Uhr.
  • Die eSim der Telekom ist in den ersten 6 Monaten kostenlos und anschließend monatlich kündbar.
  • Die größten Unterschiede zum Vorgänger Series 2 sind die LTE-Funktion, ein schnellerer Prozessor und ein integrierter Höhenmesser.

Auf der nächsten Seite: die Alternativen und alle technischen Daten zur Apple Watch Series 3 LTE.

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