Den Of Thieves
The Square

In Linux könnt ihr per Terminal sehr schnell alle möglichen CPU-Informationen anzeigen lassen. Programme wie Hardinfo oder Htop helfen euch zudem dabei, die aktuelle Anzahl der Prozessor-Kerne, Taktfrequenz und Auslastung anzuzeigen.

Linux: CPU-Informationen per Terminal anzeigen

Am schnellsten geht es wie so oft per Terminal:

  1. Öffnet ein Terminal, indem ihr die Tastenkombination Strg + Alt + T drückt.
  2. Gebt den Befehl cat /proc/cpuinfo | less ein.
  3. Hier seht ihr, jeweils pro Kern, so gut wie alle CPU-Informationen auf einen Schlag: Modell-Name, CPU-Kerne, Taktfrequenz etc.
  4. Mit den Pfeiltasten könnt ihr nach unten oder oben scrollen. Drückt die Taste Q, um die Ansicht zu beenden.
  5. Eine kürzere Übersicht gibt es mit dem Befehl lscpu.

Anzahl der tatsächlichen Kerne anzeigen lassen

Durch Hyperthreading kann eine CPU weitere CPU-Kerne simulieren. Wenn ihr die tatsächliche Anzahl an CPU-Kernen wissen wollt, gebt folgenden Befehl ein:

cat /proc/cpuinfo | grep 'core id'

In unserem Beispiel hat jeder Kern eine unterschiedliche ID. Das bedeutet, dass die CPU 4 tatsächliche Kerne hat. Durch Hyperthreading werden unter Umständen mehrere Kerne genutzt. Die Anzahl aller Kerne, wobei auch simulierte Kerne darunter vorkommen können, findet ihr mit folgendem Befehl heraus:

cat /proc/cpuinfo | grep processor | wc -l

Linux: Aktuelle CPU-Auslastung anzeigen mit „Htop“

Terminal-Befehl für Installation in Linux Mint, Ubuntu und anderen Debian-basierten Systemen:

sudo apt-get install htop

Mit Htop seht ihr die aktuelle Prozessorauslastung aller Kerne:

  1. Öffnet das Startmenü, tippt htop ein und öffnet das Programm.
  2. Oben links seht ihr nun die Anzahl der Kerne und ihre Auslastung (1, 2, 3, 4 etc.).
Htop zeigt oben links die aktuelle Auslastung der 4 CPU-Kerne an
Htop zeigt oben links die aktuelle Auslastung der 4 CPU-Kerne an

Erklärung der Farben und Anzeigen:

  • Blau: Prozesse mit geringer Priorität
  • Grün: Normaler (Nutzer-)Prozess
  • Rot: Kernel-Prozess
  • Gelb: IRQ-Zeit (IRQ = Interrupt Request auf Hardware-Level)
  • Magenta: Soft-IRQ-Zeit
  • Grau: IO-Wartezeit

Load average: Anzeige, wie viel Arbeit die CPU gerade leisten muss.

  • Für eine CPU mit 1 Kern ist ein „Load Average“ von 1.0 eine Auslastung von 100 Prozent.
  • Bei einer CPU mit 4 Kernen wäre ein „Load Average“ von 4.0 eine Auslastung von 100 Prozent.
  • Die Zahl kann jedoch auch höher steigen, das bedeutet dann, das Prozesse warten müssen, bis sie ausgeführt werden.

Die erste Zahl bei „Load Average“ bezieht sich auf einen Zeitraum von einer Minute, die zweite Zahl auf 5 Minuten und die dritte Zahl auf 15 Minuten.

Info: Die Farben bedeuten bei der Arbeitsspeicherbelegung (Mem) etwas anderes. Hier werden auch alle wichtigen Htop-Anzeigen erklärt.

Linux: CPU-Informationen mit „Hardinfo“ anzeigen lassen

Terminal-Befehl für Installation in Linux Mint, Ubuntu und anderen Debian-basierten Systemen:

sudo apt-get install hardinfo

Wenn ihr das Programm Hardinfo installiert habt, könnt ihr euch auch darüber CPU-Informationen anzeigen lassen:

  1. Öffnet das Startmenü, tippt hardinfo ein und öffnet das Programm (bei uns wird es als System Profiler and Benchmark gelistet).
  2. Klickt links unter Devices auf Processor.
  3. Nun werden euch alle Kerne mit ihrer Taktfrequenz und die Modell-Bezeichnung angezeigt.

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

  • Die 15 wichtigsten Linux-Befehle im Terminal (für Einsteiger)

    Die 15 wichtigsten Linux-Befehle im Terminal (für Einsteiger)

    In Linux-Betriebssystemen könnt ihr sehr viel sehr einfach mit Terminal-Befehlen erledigen. Auch wenn das auf den ersten Blick sehr „nerdig“ und ungewohnt wirken sollte, irgendwann siegt die Bequemlichkeit. Hier sind die 15 wichtigsten Linux-Befehle für Einsteiger.
    Robert Schanze
  • Ashampoo Snap 10

    Ashampoo Snap 10

    Der Ashampoo Snap 10 Download verschafft euch ein Programm für die Aufnahme von Bildschirmvideos und Bildschirmfotos mit umfangreichen Funktionen der Weiterverarbeitung.
    Marvin Basse
  • MP3 zu Ogg konvertieren mit fre:ac

    MP3 zu Ogg konvertieren mit fre:ac

    Wer seine Dateien von MP3 zu Ogg umwandeln will, weil sie sich mit dem bevorzugten Tool nicht abspielen lassen, der sollte sich unbedingt das Freeware-Programm fre:ac ansehen. Es wandelt nicht nur MP3-Dateien ins Ogg-Format um, sondern unterstützt viele gängige und ungewöhnliche Formate. Außerdem ist es auch für Einsteiger leicht zu bedienen.
    Marco Kratzenberg
* gesponsorter Link